Estrilda

Frog-Blog

Besitzer: Estrilda

Über Frösche und anderes Getier

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  • Letzter Eintrag: 14.04.2009 19:15
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14.04.2009 19:15

Estrilda

Zum aus der Haut fahren

Ja, auch wenn man alles schon mal gelesen oder gesehen hat, so gibt es doch Dinge, die einen durchaus erschrecken können, obwohl man eigentlich den Grund kennt. So geschehen gestern abend. Klebte doch mein kleiner brauner Frosch an der Scheibe, an den Maulwinkeln klebte Erde, und er schnappte verzweifelt nach Luft.
Erschrocken glotzte ich ihn an - das konnte doch nicht wahr sein, der war doch fit??? Überhaupt, wieso klebt der mit Schnappatmung an der Scheibe, das passt doch nicht...?
Hektisch schossen mir die Gedanken durch den Kopf was ich nun machen soll - wie leistet man den überhaupt erste Hilfe bei einem 3cm Frosch? Bei einem Säuger hätte ich standesgemäß meines Berufes über jeden nächsten Schritt bescheid gewusst, aber bei einer Amphibie?
Und während meine Hand noch unschlüssig, das Terrarium zu öffnen an der Scheibe ruhte sah ich, wie das Fröschchen sich die Erde mit den Vorderbeinen ins Maul nachschob - um dann erneut "nach Luft zu schnappen". Ich drückte mir fast die Nase platt, um dem kleinen Kerl dabei ins Maul zu schauen. Tatsächlich, die Erde verschwand nach und nach im Inneren des Tieres. Und dann fiel es mir wieder ein: ein Frosch, der sich häutet, streift die Haut nicht etwa ab wie ein Reptil, sondern schaufelt sie sich ins Maul um sie gleich zu fressen. Das Bürschchen hatte sich also nur gehäutet, und ich hab die letzten erdeverklebten Reste davon verschwinden sehen.
Schon ärgerlich, wenn man ein graues Haar mehr hat, bloß weil man vergessen hat wie die Häutung beim Frosch von statten geht. Noch ärgerlicher, dass ich den Anfang nicht miterlebt hab.

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08.04.2009 20:40

Estrilda

Frog-Rock

In meinem Froschthread wähnte ich ja bereits 2 Frösche vermisst - einen haben ich bei meiner "gärtnerischen" Tätigkeit innerhalb des Terariums nun gefunden. Leider tot. Ich befürchte dass es auf den anderen auch zutrifft
Naja, sowas ist natürlich schade, aber passiert. Den anderen sieben Zwergen (nanu, kenn ich das nicht anderswo her??) geht es so wie ich das beurteilen kann aber ziemlich gut. Sie sind - bis auf einen - auch längst nicht mehr so scheu. Abends wenn es Futter gibt sind immer wenigstens drei fleissig auf der Jagd nach den Fliegen und Heimchen, trotz noch vorherrschender Festbeleuchtung.
Einer unterhält mich auch tagsüber immer wieder mal mit seinem Gequake. Leider hört immer sofort auf wenn ich zu Nahe komme, dabei würde ich zu gern mal ein Bild von dem kleinen aufgeblasenen Frosch machen, immerhin ist die Schallblase fast halb so groß wie der Frosch selbst.
Gestern allerdings saß er in seiner Bromelie während ich die anderen bei der Jagd beobachtete, so sah er mich nicht und legte noch mal einen kleinen Abendgesang ein, dessen Ende ich noch aufzeichnen konnte. Aufgenommen wurde es wie alles froschige mit meinem Handy *g*, aber VOR dem Terrarium, es war also Glas und ca. 30cm Luftlinie dazwischen - für einen Frosch von grad mal knapp 3cm Körperlänge doch ganz schön "laut": QUAK
Gut, im Vergleich zu unseren einheimischen Teichfröschen ist es allerdings doch angenehm leise. Wusstet Ihr, das manche Froscharten nicht quaken, sondern eher zirpen oder trillern? Nun, meiner wird damit sicher nicht zu Deutschland sucht den Superfrosch eingeladen, aber es klingt trotzdem nett. Und für den richtigen Gesang hab ich ja meine Vögel

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29.03.2009 22:32

Estrilda

Wieso eigentlich Frosch?

Froschlurche sind die wohl bekanntesten Amphibien. Zu ihnen gehören die jedermann bekannten Teichfrösche, die mit ihren Quakorchestern schon manchem Teichbesitzer und seinen Nachbarn den Schlaf geraubt haben, aber auch die Kröten, welche jetzt wieder grad auf Wanderung sind.
Jedes Kind kennt den Frosch aus dem Märchen und lernt in der Schule die Entwicklung von Fröschen, vom Laich über die Qualkappe zum fertigen Frosch. Zu meiner Zeit wurde dafür sogar extra Laich in ein kleines Aqaurium getan, so dass wir Kinder jeden Tag dabei zuschauen konnten wie aus einer gallertartigen Kugel ein fertiger Frosch wird. Heute sind solche Entnahmen aus der Natur verboten.
Auch wenn die meisten Frösche ihr Leben im Wasser beginnen, sind tatsächlich nur die wenigsten Frösche an das Element Wasser gebunden. In Wirklichkeit ertrinken die meisten Arten im Wasser. Sie halten sich lieber in feuchten Regionen auf - hohe Luftfeuchtigkeit in Form von häufigen Niederschlägen, wassersammelden Pflanzen oder feuchtem Erdboden. Einige sind derart "wasserscheu", dass sie ihre Eier an Blätter ankleben, von wo aus die Quappen nach dem Schlupf ins Wasser fallen. Kleinen regenwaldbewohnenden Arten reichen dazu sogar die wassersammelnden Kelche von Pflanzen wie den Bromelien als "Quappenaufzuchtbecken".
Der Frosch fasziniert uns nicht nur durch seine Entwicklung, sondern auch durch sein Äusseres. Der berühmteste Frosch, dessen sich schon so manche Werbeagentur bedient hat, ist der Rotaugenlaubfrosch. Jeder hat seine roten Glubschaugen schon mal gesehen.
Frösche wirken nicht nur durch ihre feuchte Haut klebrig, sondern auch durch die Tatsache nahezu überall "kleben" zu bleiben- lediglich einige Geckoarten sind ebenso wie er in der Lage an spiegelglatten Flächen sich sicher fortzubewegen. Auch für ihre Giftigkeit sind Frösche bekannt: Pfeilgiftfrösche produzieren über ihre Haut Gifte, die sogar für den Menschen tödlich sein können.
Die Sprunggewaltigkeit der gras- und baumbewohnenden Frösche ist ebenfalls ledendär. Leider auch für die Gastronomie - die gutbemuskelten Froschschenkel gelten als Delikatesse.
Ein Froschterrarium hingegen ist eine optische Delikatesse, denn nicht nur die Tiere faszinieren, sondern auch der dichte Planzenwuchs, der sich im Laufe der Zeit in dem Becken einstellt. Eines kleines Stück sonst unerreichbaren lebendigen Dschungels daheim - das macht die Froschhaltung so reizvoll.

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