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- Erstellt am: 09.01.2007 16:48
- Beiträge: 21
Englisch oder westernreiten
was findet ihr besser Western- oder Englischreiten?
ich reite beides
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LG
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Was mich stört an Westernreiten, zumindest es war früher sehr viel auf die Turniere zu sehen, das die Pferde nur auf die vorderhand geritten wurden, mittlerweile hat sich dies auch wieder verbessert.
Persönlich mag ich lieber Englisch, da ich mit ein Westernsattel gar nicht klar komme, weil die mir viel zu groß sind. Aber ich bin auch nur Prestige Sättel gewöhnt, welche sehr wenig Pauschen hat, sprich, bessere einwirkung auf das Pferd. Aber gut, es ist alles gewöhnungssache, und wenn dein Pferd beides geritten wird, ist das auch okay.
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Es ist einfach lockerer und natürlicher. Aber ich bin auch nicht der Typ für irgend welche Dressur oder so, ich möchte einfach durchs grüne und gut.
Wer allerdings das intensive arbeiten mit einem Pferd mag, der ist wohl mit englisch besser bedient.
Meine Meinung zumindest.
Am sinnvollsten ist es wircklich einfach beides mal ne Weile auszuprobieren und dann zu entscheiden
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So, jez kommt ich *fg*
Ne Spaß.. also ich bin schon beides geritten und wie
dukediddi schon sagt, man ist, wenn man intensiv arbeiten möchte mit dem Pferd, mit Englisch besser dran!
Bei mir ist das der Fall und ich mag Western einfach nicht.. ich finde, wenn man reitet , dann soll man auch was arbeiten.. okay.. Ich hab echt nix gegen Western-Reiten.. es liegt mir eben nicht so *fg*
So, das ist meine Meinung
Grüßle
Lisa
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Ich muss der Sache "beim englisch Reiten besser bedient wenn man intensiver arbeiten möchte" ein bischen widersprechen!
Liegts daran, dass bei den meisten Menschen das Westernreiten immernoch als "Cowboy ab aufs Pferd und rumjuckeln" angesehen wird?
Ich kenne beides, habe Western allerdings nie gelernt, und auf meinem nur ansatzweise in die tägliche Arbeit mit eingebunden, wie zB das Impulsreiten.
Ich selbst habe das Englisch-Reiten als Turniersport betrieben, ins Westernreiten reingeschnuppert mal ein/zweimal, mich allerdings gedanklich damit intensiver damit auseinander gesetzt, einfach weil manche Ansätze das englisch Reiten wirklich bereichern können.
ALLERDINGS:
Eine Freundin von mir reitet Western, und das sehr erfolgreich! /Betonung auf SEHR!!!
Und sie macht mit ihrem Pferd einiges mehr als ich sage mal 80% der Englisch-Reiter.
Ich halte es sogar für anspruchsvoller als das englisch Reiten.
Wenn ich mitbekomme, welchen Stand sie für ihre Prüfungen schon mit einem 4jährigen mithalten muss, meine Herren! Es ist nichts, womit ein junges Pferd überfordert wäre (wenn es auch solche Prüfungen gibt, das bestreite ich nicht), aber die Losgelassenheit der wirklich gut gerittenen Westernpferde ist einfach unschlagbar.
Das, was viele englisch-Reiter immernoch mit "Gewalt" durchsetzen bei ihren Pferden, und wofür die FN im Turniersport sogar Medaillen vergibt, muss im Westernsport, möchte man dort weiterkommen, einfach SITZEN! Und zwar richtig!
Es ist auch durchaus interessant, wie so ein wirklich gut western gerittenes Pferd reagiert. Findet man bei englisch gerittenen Pferden sehr selten. Und einmal zu spüren, wie einfach reiten sein kann, wenn man ein gut gerittenes Pferd erwischt

Es gibt einfach Dinge, die kein englisch Reiter seinem Pferd beibringt, die einem das Reiten aber doch sehr vereinfachen können.
So zB das eigene Tragen des Halses und dadurch hervorgerufen das Rücken aufwölben, und das OHNE es bei jedem Schritt neu zu fordern. Das Pferd lernt einfach, das so lange durchzuhalten wie es von ihm erwartet wird. Im englischen Reitstil ist es immernoch so, dass immer getrieben wird, immer mit Paraden geritten wird usw. In der Hinsicht ist das Westernreiten einfach entspannender.
Auch die Möglichkeit, dem Pferd durchs Verschieben des Schenkels zu zeigen, wo es RÜCKWÄRTS hin soll, ist ne ganz klasse Sache. Rumhampeln auf dem Pferd gibts da gar nicht. Wo ein englisch gerittenes Pferd den nach hinten oder vorne verschobenen Schenkel einfach ignoriert weil es einfach kein Kommando ist, macht das westernpferd etwas, weil genau dieses Schenkel-Verschieben etwas bedeutet.
Der Westernreiter benötigt eindeutig mehr Körperspannung/-Beherrshung als der englisch-Reiter, weil schon die kleinste und minimalste Körperverschiebung dem Pferd irgendwas bedeutet.
Alles auf das ERNSTHAFTE und INTENSIVE Training bezogen.
Freizeitreiter gibts genug. Und da denke ich schon eher, dass den Unterschied nur der Sattel ausmacht, viel mehr nicht.
es kommt drauf an, wo man hin möchte.
Und letztendlich auch, was einem mehr liegt.
Besseres Reiten ist keins von beidem in meinen Augen.
Lediglich die FN ist mir in der englisch-Reiterei immer ein Dorn im Auge... Die sind für mich irgendwo mal stehen geblieben. Auch wenn sich das in den letzten MOnaten schon etwas gebessert hat. Reform wäre mal nett. Einfach den Pferden zuliebe.
Aber auch im Turniersport gibt es im Westernbereich schwarze Schafe.
Man muss sich nicht zuletzt auch überlegen, was der Geldbeutel mitmacht.
Englisch Reiten zu lernen kostet zwar, aber ist noch verhältnismäßig erschwinglich. Reitschulen gibts dafür zuhauf. Gute und schlechte.
Sucht man eine Reitschule, in der man das Westernreiten lernen möchte, sucht man schon etwas länger.
Auf eigenem Pferd? gute Trainer im Englischen Stil findet man recht schnell. Fürs Westernreiten muss man teilweise einige (!!!!!!!!) Kilometer in Kauf nehmen.
Meine Freundin fährt mehrmals im Jahr 400km, um mit ihrem Pferd guten Unterricht zu bekommen. Dann ist sie ein ganzes WE dort, macht intensiv UNterricht mit und nimmt viel mit nach Hause zum Selbstumsetzen.
Im englischen? Nunja, Reitlehrer kommt zu den meisten zum Stall oder man hat eh schon den Reitbetrieb mit am Reitstall.
In der Hinsicht ist das wirklich gute Westernreiten um einiges teurer.
@Frau Antje: das auf der Vorderhand laufen ist eine optische Täuschung.
Nur weil das Pferd kontinuierlich den Hals fallen lässt und man dadurch meint es würde in den Boden laufen, heist es nicht, dass es auf der Vorhand läuft.
Die Vorhand des Pferdes nimmt IMMER mindestens 50% der Last auf. auch wenn man sagt die Hinterhand trägt. Das ist schon aus anatomischen Gründen so.
Mir ist allerdings ein Pferd, was den Rücken aufwölbt aber die NAse tief trägt lieber, als ein vermeintlich aufgerichtetes Pferd, was den Rücken wegdrückt.
Schau dir mal genauer die Westernpferde an, wie die Kruppe gebaut ist. Also ein Pferd, welches den zuchtzielen voll entspricht. Die Kruppe ist viel stärker abfallen aber runder gebaut als bei allen deutschen Warmblutrassen. Die Hinterhand setzt schon durchs Zuchtziel mehr unter als die der Warmblutrassen.
Nur die Optik, da MEINT man, es wäre auf der Vorhand laufen. Ist es aber nicht
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.Darum habe ich auch gesagt: früher war es extrem das die auf der vorderhand gelaufen sind (kleine bis mittlere Turniere), mittlerweile hat sich dies gebessert. Und so ist es auch, da habe ich sogar auf einem Westernturnier mit einem Richter gesprochen der diese Positive veränderung auch wahrnimmt.
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Wollte dich damit gar nicht angreifen, aber es ist ja auch immernoch so, dass es als "auf der Vorhand latschen" verschrieen ist
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weiß jemand ob das eine große umstellung ist und ich sehr viel wieder neu lernen muss ? ibin noch nie in einem westersattel geritten.
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bye lg MOI
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Schwer zu erklären, aber ich denke letztendlich ist es eine persönliche Entsacheidung, welche Reitweise die richtige für einen ist. Ich fühle mich einfach auf einem Westernpferd mit Westernausrüstung nicht wohl, doch es kann auch sein, dass jemand sagt, dass der englische Sattel einfach schrecklich ist...
Persönliche Entscheidung halt...
LG
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Aber richtig objektiv beurteilen kann ich es nicht, weil ich ja noch nie Western geritten bin - hab mir aber auch noch nie so richtig ernsthaft Gedanken darüber gemacht (könnte ich eigentlich mal tun
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RE: Englisch oder westernreiten
Sorry, das klingt sehr provokant. Daher eine kleine Erläuterung:
Ich bin selbst seit 32 Jahren im Reitsport zu Hause, habe es von der Pieke auf gelernt mit ordentlicher Sitzschulung an der Longe und von vielen Schul- und Privatpferden, später dann von meinen eigenen Pferden, viel Erfahrung bekommen. Mehrere Jahre in internationalen Spring- und Dressurställen haben mein Bild von der Reiterei geprägt. Heute reite ich in LK3 Dressur.
Für einen Kunden musste/durfte ich auch Top-Ten-Westernpferde ausprobieren. Das klappte auf Anhieb gut und hat richtig Spaß gemacht. Damals eine interessante Erfahrung, die sich durch meinen beruflichen Umgang mit Westernreitern und -trainern weiter vertieft hat.
Vor Jahren hatte ich die große Freude, bei Egon von Neindorff in dessen Reitinstitut in Karlsruhe unterrichtet zu werden. Hier fand sich der Zugang zur "Klassischen Reitkunst" bis hin zu den Schulen über der Erde.
Nur an der Grundeinstellung hat sich nichts geändert: Gutes Reiten fängt mit dem ausbalancierten Sitz, der präzisen Einwirkung und dem geschulten Gefühl an. Und an diesem Anfang arbeitet man Jahrzehnte!!! Dabei ist es völlig irrelevant auf welchem Sattel man sitzt und welche Zäumung am Pferd ist oder welcher Rasse das Pferd angehört und wieviel Qualität es mitbringt.
Mich ärgert unglaublich, dass ständig die Vertreter der einen oder anderen Richtung (FN-konform, Western, Barock, Natural Horsemanship, Rei-Reiten usw.) den Eindruck erwecken wollen, sie hätten die einzig richtige, pferdegerechte und zudem super einfach und bequem zu erlernende Methode an der Hand.
Reiten heißt Arbeiten, und zwar mit Hirn und Hintern, und ganz wenig mit der Hand. Das ist jeden Tag von neuem anstrengend, zumal der Partner Pferd auch noch erheblich mitzureden hat.
Grobiane, Dummköpfe, Untalentierte und Rechthaber gibt es in allen Reitarten und Disziplinen. Dafür kann man alle Pferde mit den richtigen Hilfen schulen und artgerecht reiten. Auch ein Quarter läuft taktrein und losgelassen unter dem englischen Sattel, selbst ein Hannöverscher Dressurcrack lernt Spins und Stops, Isländer lernen durchaus korrekte Traversalen, alles natürlich nicht auf höchstem Prüfungsniveau, aber ausreichend für niveauvolles Freizeitreiten. Und das ist ja das Ziel der meisten Reiter - hoffentlich!
Zurück zu Deiner Frage:
Nimm erstmal eine Probestunde oder besser ein Probeabo mit vielleicht 10 Reitstunden in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb, vielleicht sogar als Reiterurlaub innerhalb von kurzer Zeit. Wenn Du es Dir leisten kannst, gucke auf das Gütesiegel der FN-Anerkennung, und gönne Dir die Erfahrung in beiden Reitarten. Erst dann überlege, was Du denn in Zukunft auf dem Pferderücken suchst: Tierliebe, Naturerlebnis, Sport .....und mit was für einem Pferd Du das später umsetzen willst.
Dann ergibt sich aus Deinem persönlichen reiterlichen Eindruck und Deinen Zukunftsideen wohl auch eine vernünftige Entscheidung, bei der Du es auch jahrelang aushälst und richtig Spaß haben kannst.
Nur bitte nicht irgendwie auf dem Pferd hocken und sich fortbewegen, denn daran hat auf jeden Fall das Pferd verdammt wenig Spaß, von Verschleißerscheinungen und Gesundheitsschäden gar nicht zu reden.
Zum Schluß noch ein Zitat vom verstorbenen Olympiasieger Dressur, Dr. Rainer Klimke. Er hat einmal gesagt: "Durch richtiges Reiten wird ein Pferd schöner und gesünder". Und genau das sollte unser aller Ziel sein und bleiben.
Mit reiterlichem Gruß
durchblick
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ob englisch, western oder eine andere Reitweise? Gute Frage! Ich persönlich habe mich zwar entschieden (für´s Westernreiten), habe selbst aber auch viel Spaß an einem gut gerittenen Englisch- oder auch Barock/Klassisch-Pferd. Warum auch nicht?
Wie schon viele meine Vorredner sagen: gutes Reiten bleibt gutes Reiten und ist am Ende gar nicht soooooo weit von einander entfert. Es sind und bleiben PFerde mit den gleichen oder zumindest ähnlichen (je nach Rasse) anatomischen Voraussetzungen.
Was einem persönlich und was dem eigenen Pferd liegt - das muss man selbst entscheiden. Ich selbst bin etwas ins "Westernreiten hineingerutscht" und da hängen geblieben. Ich bin mir aber sicher, dass ich ansonsten jede andere Reitweise mit dem gleichen Engagement verfolgen würde

Viele Grüße
Anna
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