Hund will nicht, dass ich aus dem Haus gehe
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- Erstellt am: 14.04.2011 11:35
- Beiträge: 6
Hund will nicht, dass ich aus dem Haus gehe
ich habe da ein problem mit meinem 6 Monate alten yorkie ich bzw. wir können ihn einfach nicht alleine lassen. Wenn wir aus der Tür raus gehen fängt er sofort an zu fiepen und dann bellt er.
Das bellen kommt mitlerweile erst nach 2 - 3, manchmal auch erst nach 5 min...
Kann mir jemand ein paar Tipps geben?!
Haben schon sehr viel versucht aber irgendwie passiert nicht viel.... :/
Ach ja mir ist vor kurzem was aufgefallen wenn ich ihm seinen Kauknochen oder so gebe dann Interessiert ihn das alles nicht dann kann ich ohne weiteres raus gehen komisch oder?!
LG Conny
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RE: Hund will nicht, dass ich aus dem Haus gehe
nein, das ist nicht komisch!
Also von mir bekommst du folgenden Tipp:
Schrittweise Trainieren und zwar so
Gib dem Hund einen Kauknochen, schau das er schläft oder sonst was, Hauptsache, er ist beschäftigt. Dann gehst du raus. Halte dich aber irgendwo draußen auf, so, dass der Hund dich nicht hören oder so kann, du ihn aber sehr wohl.
Nach einigen Minuten!, gehst du wieder rein zu ihm. Aber nur, wenn er auch wirklich ruhig war! Ausgiebig loben, nicht vergessen.
Was auch wichtig ist, dass du keine Abschiedszeremonie machst, dass bringt den Hund nur darauf, dass du weggehst.
Nächster Schritt: Täglich mehrmals üben und nun, wenn der Hund einmal 10min mit Kauknochen "überlebt" hat, gehts weiter. Jetzt gibst du dem Hund einen kleineren Knochen und zwar einen, den er bevor du zurück bist, aufgefressen hat. So ist er dann schon ohne Beschäftigung alleine.
Zeit immer, aber langsam steigern. Nach eigen Wochen, sollten sich schon 2 Stunden ausgehen.
LG
Nadine
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RE: Hund will nicht, dass ich aus dem Haus gehe
Aus diesem Grunde steht auch in wirklich jedem Hundebuch das man dies nicht tun soll.
So nun zu Deinem Problem. Das mit dem Kauknochen vergiss ganz schnell wieder denn dies ist auch eine Abschiedszeremonie, die soll man ganz vermeiden, ein Kauknochen ist daher in stärkstem Maße kontraindiziert und inkonsequent.
Ebenso solltest Du es völlig vergessen bei der Wiederkunft zu loben - auch wenn der Hund ruhig war, dies ist mit das falscheste was man überhaupt machen kann - gerade in Bezug auf das Halbstarkenalter welches Dir jetzt bevorsteht.
Im Moment ist es nur die Vergewaltigung der Hundepsyche durch den für Welpen schlimmsten Zustand dem man ihn aussetzen kann - das Verlassen werden.
Allmählich wird sich dies durch eine selbstverstärkende Verhaltenskette aus Übersprunghandlungen und Beschäftigungstherapien mehr und mehr ersetzen und in ganz wenigen Wochen werden vermutlich Rangprobleme hinzukommen. Ihr müsst also jetzt dagegen ansteuern wenn´s nicht richtig problematisch werden soll.
Jedes Kind weiß, dass man sich nie von Hunden mit Trennungsangst verabschieden oder diese Begrüßen soll - nur warum dies so ist , wusste bis vor 5 Jahren niemand.
Die moderne Hundeverhaltensforschung hatte herausgefunden, dass es nicht wie man ewig vermutete die Angst des Omegas vor dem Verlassen werden ist ( kein verwilderter Hund oder Wolf weint seinem Alpha hinterher, so etwas gibt es nicht ) sondern die Angst des Alphas vor dem Verlustig werden seiner Welpen.
Auf Deutsch übersetzt heißt dies: Es liegt eine Rangstörung vor, darum signalisiert man als Besitzer Alphasignale bei Abreise und Ankunft - man beachtet den Hund nicht im geringsten, so schwer es auch fällt.
Dies ist aber vermutlich zum derzeitigem Zeitpunkt bei Euch noch nicht der Fall. Der Welpe ist einfach total überfordert - er hat das schrecklichste erlebt was es für Hunde gibt und sich nun einfach angewöhnt seinen Kummer herauszuschreien.
Es muss also wie folgt abgehen:
Zuerst den Hund nur wenige Minuten alleine lassen, nie wiederkommen wenn er weint, nie verabschieden, nie begrüßen, keine Abschiedsgeschenke, langsame Steigerung der Dauer - der Hund muss lernen, dass ihr immer wieder kommt und dies geht halt erst wenn ihr nur Minutenweise weg seid.
Wenn Du Trennungsangst in die Suche eingibst wirst Du unendlich viele weitere Threads zu diesem Thema finden in denen weitere Tipps stehen.
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RE: Hund will nicht, dass ich aus dem Haus gehe
Ich hab dazu auch ne Frage. Zurzeit geh ich 38 stunden arbeiten in der Woche.
Alleine ist Gina aber 4-max.5 Stunden da dann meine Mutter heimkommt.
Nun, sie ist jetzt 6 Monate genau (War bis jetzt zuhause) und winselt nur max.2 min. dann legt sie sich hin oder spielt mit ihrem Spielzeug. Ist das trotzdem sehr schlecht für sie??
Ab Juli schau ich eh das ich nur 20 St. mache.
Da mir meine Gina ganz wichtig ist, nehm ich es in Kauf auf einiges zu verzichten und deshalb brauch ich das Geld nicht so arg.
Trotzdem, das dauert noch 2 Monate. Kommt sie da ohne "Schaden" durch???
LG Conny
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RE: Hund will nicht, dass ich aus dem Haus gehe
Ich denke es ist eine gute Zeit das Alleinsein zu trainieren.
Hunde haben sogar durchschnittlich bis zu 6 Stunden lang ein gutes Zeitgefühl und wissen also wann mit dem Besitzer zu rechnen ist.
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RE: Hund will nicht, dass ich aus dem Haus gehe
Bist du die Erstbesitzerin oder gab es schon welche vor dir?
Manchmal hatten Hunde ein Herrchen bzw Frauchen das nicht gut für sie gesorgt hat und wenn sich dann endlich jemand gut um sie kümmert, dann wollen sie den nicht gehen lassen. Oder sie haben dann Angst dass du nicht wieder kommst.
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