Statistiken
- Erstellt am: 22.06.2009 17:34
- Beiträge: 9
Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
Ich hadere schon seit einiger Zeit mit mir und hab auch schon mit meinem TA gesprochen, ob ich meine Lütte kastrieren lassen soll oder nicht. Er meint ja, Gründe liegen vorallem in den Scheinschwangerschaften, sonst ist er nicht so einer, der jederzeit gleich zum Messer greift.
Sie wird seit der 2. Läufigkeit ständig scheinschwanger. Bei der 3. Läufigkeit mußte diese "unterdrückt" werden, weil ich nur einen Platz für sie fand, wo ein unkastrierter Rüde bei war, ich selber war schwer krank und im Krankenhaus. Aus Erzählungen meiner Pflegeperson damals, hat die Lütte es ganz gut verkraftet, sie nahm geringfügig ab, war allerdings aggressiver als vorher.
Die Scheinschwangerschaften blieben bzw. kamen bei der 4. Läufigkeit wieder und seither - also bei der 5. - auch konstant. Vorallem sie leidet sehr in dieser Zeit, nimmt ab, will nicht laufen (sonst sehr sehr aktiv!), hortet Spielzeug und auch Knochen etc., muß regelrecht angespornt werden, etwas zu tun.
Meine Überlegung ist vorallem, wie sich ihr Verhalten ändern wird. Das sie kastriert werden sollte ist mir klar, vorallem will ich das durch haben, bevor sie 5 wird (im August), wohl auch wegen dem Krebsrisiko. Ja, da gibt es unterschiedliche Meinungen deswegen, eine andere TA'in ist sogar der Meinung, dass es besser sei, die Hunde vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren, ich finde das allerdings ziemlich früh.
Ich will keine Welpen haben, hatte aber auch nie ein Problem mit, wenn sie läufig war, sprich, mich hat das nicht gestört, nur die Scheinschwangerschaften waren vorallem für die Lütte extrem *find*
Inwieweit verändern sich Hunde nach der Kastration? Werden sie eher aggressiver oder eher ruhiger? Werden sie event. ängstlicher? Die Lütte ist schon sehr ängstlich, mit Bachblüten und Verhaltensänderungen meinerseits versuch ich das seit einiger Zeit zu ändern.
Kennt sich damit jemand gut aus? Ich weiß natürlich, dass es mehr oder weniger rein rhetorisch ist, da jeder Hund anders reagiert etc.pp... Doch gibt es vielleicht irgendetwas, worauf ich mich besonders einstellen soll/muß/kann?
Vielen Dank im Voraus.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
auch wir hatten eine Hündin die immer Scheinschwanger wurde, mit 6 Jahren wurde sie dann an Gesäugetumoren operiert und mit 10 Jahren litt sie an Gebärmuttervereiterungund mußte nochmals operiert werden. Unseren 2. Hund haben wir aus diese Gründen nach der 1 . Läufigkeit kastrieren lassen. Sie hat sich nicht verändert, wir müssen nur auf ihr Gewicht achten, aber nicht nur wegen der Kastration sie ist auch sonst sehr verfressen.Sie ist aber auch sehr Bewegungfreudig.
Wir würden es wieder so machen.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
Bei Hündinnen ist zu beachten, dass aggressives Verhalten durch eine
Kastration eher verstärkt wird, hier könnte auf eine Hormonbehandlung
(„spritzen“) ausgewichen werden. Dabei sollten Präparate der neuen
Generation verwendet werden, da einige ältere Präparate in Verdacht
stehen, das Risiko einer Tumor-Erkrankung im Gesäuge zu begünstigen.
Quelle: Nothilfe für Polarhunde e.V.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
Hallo,
es ist selbstverständlich vielleicht auch vor dem Hintergrund ungewollter Läufigkit und Schwangerschaften Deine Entscheidung, ob Du sie kastrieren lässt oder nicht. Meine Frau ist Tierheilpraktikerin und hat mit dem Kastrieren allgemein so ihre Probleme (nicht weil sie dann keinen Umsatz macht, sondern weil es ihr um die Tiere geht - im Übrigen kann man auch die Folgen von Kastrationen naturheilkundlich lindern ...). Man nimmt den Tieren jedenfalls weit mehr, als oft gemeinhin verbreitet wird.
Scheinschwangerschaften mit allen dabei auftretenden Problemen jedenfalls lassen sich von Kennern der Materie sehr gut durch Akkupunktur in Verbindung mit homöoptischen Gaben in den Griff bekommen. Das schont das Tier und ggf. sogar den Geldbeutel. Wir haben unsere Hündin auch mit einigen "Behandlungen" "gequältbzw. quälen lassen", weil wir damals noch nicht über alternative Wege der Behandlung informiert waren.
Die medikamentöse Unterdrückung der Läufigkeit führt davon einmal abgesehen leider sehr häufig in späteren Jahren zu Folgeproblemen (siehe auch unsere Hündin). Aber auch hier kann man noch ansetzen, ehe es zu spät ist.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
Bei Bachblüten und Homöopathie und dergleichen warte ich noch immer drauf.
Ich empfhele ja immer "Plumbum D 200", aber fürs Herrchen, nicht für den Hund. Dann bringts sicherlich was.
auch leuchtet mir nicht ein, auf welcher Grundlage kastrierte Hündinnen aggressiver würden. mit der Kastra hängt das ursächlich wohl eher nicht zusammen. nachweis wie gesagt würde mich vielleicht überzeugen.
Einen Hund zu kastrieren ist imer eine Entscheidung, die man halt mit sich herumträgt.
Ich habe bisher meine Mädels immer unkastriert gelassen, meine derzeitige Hündin war schon kastriert, als ich sie bekam.
Einen Hund, der unter den homonellen Auswirkungen leidet, würde ich jedoch sofort kastrieren lassen. Da gäbe es für mich keine lange nachdenkenszeit.
Mit Spritzen in den Hormonhaushalt einzugreifen ist jedoch immer so eine Sache. Langfristig würde ich das gewiß nicht tun. Die Auswirkungen auch außerhalb des erwünschten Spektrums sind nicht immer gänzlich kalkulierbar.
Daher befürworte ich bei solchen Sachen die Kastra, und den Rest regelt dann die Natur.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
auch leuchtet mir nicht ein, auf welcher Grundlage kastrierte Hündinnen aggressiver würden. mit der Kastra hängt das ursächlich wohl eher nicht zusammen. nachweis wie gesagt würde mich vielleicht überzeugen.Bei diesen vorsichtigen Äusserungen handelt es sich um Beobachtungen aus einer bis dato 15jährigen Tierschutzarbeit.
Da bei solchen, wenn gut geführten, Organisationen kein Tier unkastriert abgegeben wird und im Laufe dieser Zeit so einiges an Hündinnen zu beobachten war, ist diese tendenzielle Aussage für mich "Beweis" genug.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
und, dreht sich die Sonne um die Erde?
Mit der kausalen Zuweisung von Korrelationen wäre ich sehr, sehr vorsichtig. Du hast beobachtet, daß kastrierte Hündinnen aggressiver sind. Kennst Du wirklich alle Faktoren, die dabei wirken?
Nach Hassensteins Aggressionsarten paßt das GAR NICHT. Gut, die Theorie ist auch nicht immer alles (Wissenschaft beruht vor allem darauf, die kritischen Fragen zu finden...)
Hunde reagieren auf das Verhalten von Menschen und Hunden. Wer Rudelchef ist, wie die Hierarchie gestaltet ist, ist primär für das Verhalten eines beliebigen Hundes.
Wird also ein Hund aggressiv in Gegenwrt eines Menschen, fehlt es dem Menschen in Bezug auf diesen Hund an Führungsqualitäten.
In der Theorie nennt man das dann einen "Störfaktor", oder Drittfaktor (Korrelation über einen dritten Faktor).
Soll nur als Beispiel dienen. Könnte auch ein anderer Faktor sein, sagen wir - ganz banal - der Hund hat SChmerzen. (aber auch da wirkt das Ranggefüge und das Vertrauen, das ein Hund zum Menschen hat, mit rein...).
Ich laufe hier im TH mit den rohen Hunden. Aggressionen gegenüber andere Hunde oder andere Lebewesen unterbinde ich kurzerhand. nach dem ersten, spätestens zweiten, Durchganz weiß der Hund das und stellt sich darauf ein. natülriich wirkt sich beim Säuger (auch beim Menschen) der Hormonstatus aus (nur müßtest Du mir im konkreten Fall einen sinnvollen Vorschlag machen, wie ds sein soll.... Ernstkämpfe erwarte ich eher bei Tieren im vollen Hormonstatus, besonders im Östrus bzw bei Mutterschaft).
Aber nicht weniger wichtig, sondern eigentlich wichtiger, ist der Lernstatus.
man kann nicht "nicht lernen". Gilt für den Menschen wie für den Hund.
Die Frage ist nur, lernen sie das Richtige...
Bitte nicht persönlich nehmen. Wir alle haben unsere schwarzen Löcher im Denken, und eines gezeigt zu kriegen, ist nicht angenehm.
Aber es ist ne Chance zum lernen.
Der REst ist Deine sache.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
frühere Experten wussten dass die Sonne sich um die Erde dreht.
Solange mir keine wissenschaftlicher Beweis vorliegt, keine Theorien oder von irgendwoher abgeleitete Vermutungen, glaube ich was wir beobachten.
Zum Beispiel eben auch dass Hündinnen nach solchen Eingriffentendenziell eher zu Aggression neigen und selbstsicherer werden und weniger ängstlich. Das könnte an einem veränderten Verhältnis Östrogen/Testosteron liegen.
Ich zitierte ja auch nur den direkt zum Thema gehörenden Teil eines längeren Textes in der Hoffnung er sei vorsichtig genug geschrieben.
Eigentlich sollte diese Passage nur Menschen nachdenklich machen welche glauben, Aggressionsprobleme bei Hunden, egal welchen Geschlechtes, mit einer Kastration anstatt mit der Beschäftigung mit dem Thema Canidenverhalten, der Suche nach der Ursache und der "Therapie" schnell und sicher "heilen" zu können.
Überhaupt ist es mit der Aggression ähnlich wie mit der Dominanz. Bei solchen Äusserungen ist es enorm wichtig wer sie macht. Mal ehrlich die meisten Hundebesitzer kenn doch das natürliche Verhaltensrepertoireihrer Vierveinigen Freund nicht einmal auszugweise. Schnell werden da vermeintliche Beobachtungen vermenschlicht und dann ein schon mal gehörtes Schlagwort benutzt.
Da wird aus einer souveränen Althündin die den Pulk der Jungspunde auf der Hundewies direkt als dominant abgestempelt und der rüpelhafte Jungrüde der seine Positin im Rudel ausloten will. als aggressiv.
Persönlich nehme ich nur persönliche Angriffe, die von Dir IMO nicht zu erwarten sind.
Ansonsten haben wir alle die Chance auf neue Betrachtungsweisen, eine Chance eben.
Schönes WE
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.
AW: Kastration bei knapp 5jähriger Hündin
Daß die Erde flach sei, ist eine christliche Betrachtungsweise - und dürfte somit in den Bereich Religion fallen, Stichwort Giordano Bruno bzw Gallilei. (die alten Griechen zB waren da schon weiter, die wußten, daß die Erde rund ist, einer hat sogar den Umfang ermittelt, hab nur vergessen, wie der hieß).
und der unterschied zwischen Religion (gleich welche, letztens las ich den hübschen Satz "Religionen sind alle irgendwie gleich, immer sind alle Sünder, nur die Feiertage sind verschieden...") und Wissenschaft ist hauptsächlich der, daß die Religion die "letzten Wahrheiten" hat, nebst "Beweisen".
Wisssenschaft hat das nicht. Wissenschaft hat nur einen aktuellen Wissensstand, daneben eine menge Hypothesen, und eben vor allem dieSuche nach den entsprechenden Fragen. Die zum Kasus Knaxus führen... sozusagen...
Ich weiß, es gibt genügend Wissenschaftler, die mehr nach dem Religionsdings verfahren (man trifft als Studi solche Profs in ausreichendem Maße), und die sich von Ideologien stoppen lassen. So daß die Fragen nicht mehr erlaubt sind.
Das bedeutet aber nur eins - Menschen sind halt unvollkommen, und diese Leute agieren nach ihrer Sozialisation, und das eben religiös und nicht wissenschaftlich.
In einem Punkt sind wir uns einig - Kastration ist kein Heilmittel für Aggression (ich verweise noch mal auf Hassensteins Aggressionsarten, nimm doch mal die Suchfunktion, die waren früher schon immer mal Thema). Selbst wenn Kastration eine Aggressionsart verhindern würde - es gibt noch genügend andere, die nicht wegfallen.
Oft ist Aggression beim Haushund ja territorial (zumindest, wenns ein festes Territorium gibt...) ich bin hier eingekreist von hysterischen Gartenhunden, die nach Ansicht ihrer Besitzer glücklich sind, daß sie den ganzen Tag im Garten verbringen dürfen. Frische Luft... Freiheit...
Wenn ich mit meinen beiden (einer davon ein zwar älterer, aber noch immer heißblütiger Terrier - echtes Löwenherzchen...) an denen vorbeigehe (schöne Übungsstrecke, finde ich...), wundern sch die Besitzer. Die sind sicher, daß ich meine Hunde ganz schrecklich... also nun ja, darf man ja nicht aussprechen.. aber wer weiß, was ich mit den armen Hunden... die sind so unnatürlich still...
hihi. Tja.
auch die Dominanz wird allgemein ganz falsch verstanden. Ein selbtbewußter Alphahund wird nicht stressen, der ist relaxt. Der greift nur selten ein. Aber dann richtig. Stressen, das ist Sache der "Subalphas", wie Zimen himself mal recht spöttisch geschrieben hat (ich habe sowohl Zimen als auch hassenstein persönlich kennengelernt...)
Bembix hatte mal hier in der HTC einen sehr guten Text zur Dominanz geschrieben. Ich hab aber keine Ahnung, wo der Text jetzt ist.
ich bleibe dabei. Wenn der Hund, gleich welchen Geschlechts, aggressiv ist, dann hat er zu viel Handlungsspielraum. Und das ist ein Fehler des Menschen. Bzw, sagen wir es neutraler, es ist Wirkung der menschlichen handlung sowie Unterlassung.
man kann es sogar mitunter an demselben Hund sehen. Derselbe Hund, mit einem anderen Menschen an der Leine, kann ganz anders reagieren, als man von ihm kennt.
Natürlich gilt das nicht für Hunde mit einer echten Verhaltensstörung, die sind immer viel aufwendiger in der Normalisierung. Und schlecht sozialisierte Hunde sind noch aufwendiger.
Aber von denen reden wir hier ja nicht. Heir geht es nur darum, daß der Hund die Lücken in der Führung erkennt, ulnd sich dort in die Bresche wirft. man nutzt, was sich bietet...
und beim Menschen wie beim Hund gibt es keine schnelle Therapie, keine zaubermedizin, die sofort und leicht wirkt. Wirkt nur auf den Geldbeutel.
soziale Prozesse sind immer langwierig und aufwendig, und Fehler sind wesentlich schneller gemacht als wieder ausgebügelt. Aber es besteht immer Grund zur Hoffnung.
Um Beiträge zu veröffentlichen musst Du angemeldet zur Anmeldung und Mitglied der Gruppe zum Gruppenprofil sein.





