Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
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- Erstellt am: 05.10.2009 10:36
- Beiträge: 7
Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
ich habe eine 6 jährige Hündin die sehr unsicher und sensibel, stressanfällig ist.
Habe durch meine damalige Unwissenheit einige Fehler gemacht unter denen sie (mehr als ich) und ich bis heute zu leiden haben :-(
Sie hatte von Welpenalter an täglich Kontakt zu Hunden. Waren in der Hundeschule, zwecks Welpenspielgruppe, wo schon die ersten Fehler gemacht wurden, wie ich heute weiß. Bis sie ca 10 Monate alt war, war soweit alles ok. Es passierten dann ein paar Kleinigkeiten die ein "normaler" Hund einfach wegsteckt aber man merkte ihr damals schon an das sie immer zurückhaltender wurde. Eines Tages wurde sie von einer Hündin sehr, sehr unsanft zurrecht gewiesen. Dachte damals da muss sie durch, das muss sie halt lernen. Heut wünsche ich mir ich hätte reagiert und sie einfach abgerufen. Danach fingen die Probleme an. Zuerst in Form von panischer Flucht wenn uns fremde Hunde begegneten und als sie dann ein paarmal nicht die Möglichkeit hatte abzuhauen ging sie in Angriff über. Das ging dann soweit das ich einen Hund hatte der jedem unbekannten Vierbeiner an die Gurgel ging auch wenn der noch 100 Meter entfernt war. So gab es dann manche Keilerei. War dann der Meinung das sich das durch possitive Erfahrungen schon wieder einränken wird. Ich also meinen Hund an die Leine wenn ein Fremder kam, mit dem Besitzer auf Entfernung abgeklärt wie ihre Hunde reagieren wenn sie so angegangen werden und dann meinen Hund einfach machen lassen. Es dauerte nicht lang und es gab eine Beisserei die mit Nadel und Faden beim Tierarzt endete :-( Danach fing ich dann an für lange Zeit jeglichen Kontakt mit Artgenossen zu vermeiden und mich massiv mit ihr und dem Problem zu beschäftigen. Hab sie heute soweit das ich ohne Probleme, ohne Leine an jedem Hund vorbei komm, wenn sie einen Hund sieht läuft sie mittlerweile von sich aus hinter oder neben mich und wir gehn einfach vorbei. Auch die Kontaktaufnahme funktioniert jetzt, wenn ich den Besitzer des fremden Hundes bitte seinen Hund von ihr fernzuhalten, z.B. durch anleinen und ihr die Möglichkeit gebe von sich aus auf den Hund zuzugehn, dann kommt es sogar vor das sie nach wenigen Sekunden zum Spiel auffordert. Dabei muss ich sie allerdings genau im Auge behalten, denn schon ein leichtes knurren des anderen Hundes im Spiel reicht und mein Hund bleibt ruckartig steif stehen, legt die Ohren an und wenn der Fremde nicht aufhört geht sie auf ihn los, wenn ich sie nicht vorher zu mir rufe, sie kommt dann auch. Ich kann mittlerweile sehr gut einschätzen mit welchem Hund es funktioniert und mit welchen garnicht.
Was ich nicht hinbekomme ist das sie die Angriffe unterläßt wenn ein Hund schnell auf sie zugerannt kommt oder ich ihr den Befehl z.B. "lauf" gebe. Ich weiß ja das es eigentlich von dem Fremden Vierbeiner unverschämt ist so drauf zu stürzen, aber ich will nicht das sie so extrem reagiert. Im Moment mach ich es dann noch so, wenn ich es rechtzeitig sehe das ich sie anleine. Kommt der andere dann her zeigt sie zwar durch ihre Körpersprache das ihr das garnicht recht ist reagiert aber nicht mit einem Angriff. Ist an der Leine wohl viel sicherer. Sie ist absolut gehorsam, von dem her kann ich mir keinen besseren Hund vorstellen. Wie kann ich dem Hund vermitteln das er sich auch in diesen Situationen auf mich verlassen kann, nachdem ich wohl ein paarmal versagt hab in den Augen meines Hundes. Will ihr zeigen das sie sich auf mich verlassen kann und das nicht selbst regeln muss. Klar könnt ich sie dann einfach zu mir rufen aber ich will das sie von sich aus normal damit umgehen kann.
Ich denke das mein Hund nie ein völlig entspanntes Verhältnis zu Artgenossen haben wird aber möchte es ihr doch irgendwie so angenehm wie möglich machen.
Ist ziemlich lang geworden mein Beitrag, Entschuldigung. Aber dachte es ist vielleicht wichtig die Vorgeschichte etwas zu kennen um evtl. einen Tip zu geben.
Hoff es kann mir jemand helfen und bedanke mich schon im vorraus.
Nick und Sun
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AW: Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
ich finde ja, du bist auf einem sehr guten Weg. Du hast mit Deinem Hund schon sehr viel erreicht, und die anstehenden Probleme werdet Ihr auch noch gemeinsam lösen, Dein Hund und Du.
Wichtig wäre eine Kontrolle durch eine 3. Instanz, die sehr hilfreich ist, um Dir zu sagen, was für Verhalten der Hund zeigt - und welches Du selbst in dem Moment (in DEN entscheidenden Momenten) zeigst.
Ich denke, da ist etwas leiht verschoben, und das scheint Euch zu hindern, an der Stelle eine positive lerherfahrung zu machen.
Ferndiagnostisch kann ich dazu leider nix sagen, denn ich muß mich da auf Deine eigene Aussage stützen, und der Mensch an sich ist halt fehleranfällig. Nicht drüber ärgern - das ist Eure Chance. Findet den Fehler, und die Dinge werden sich viel besser entwickeln.
Kurz und knapp kann ich dazu nur sagen, einerseits sollte der Hund immer zuerst gucken, welche Entscheidung Chefchen trifft, vor allem in kniffligen Situationen. Und nicht einfach selbst entscheiden. Siehst ja, was dann draus wird.
Zum anderen ist es Deine Aufgabe, für Sicherheit udn ein sicheres Gefühl zu sorgen, in JEDWEDER Situation.
Ich denke, mit einem fachkundigen Belgeiter, der Dir die entscheidenden Hinweise gibt, ist Euch beiden ganz leicht geholfen. Ich persönlich kenne leider nur wenige so fachkundige leute, daß ich Dir keinen Tip geben kann, und Halbwissen, das teuer verkauft wird, gibts leider zu Hauf...
Wenn Du bereit bist, ein Stück zu fahren (ein erhebliches Stück...) könnte ich Dir vielleicht den Kontakt zu einer wirklich versierten und fähigen Trainerin in Brandenburg knüpfen. Wer mir noch einfiele, wäre Hippoly (hier in der HTC dabei), aber Du müßtest sie schon selbst fragen.
Ansonsten viel Glück bei der Suche nach einem Unterstützer.
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AW: Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
vielen Dank für Deine Antwort. Bin mir sicher das ich irgendwas übersehe und daher keinen Lösungsweg finde. Bei uns in der Umgebung gibt es zwei Trainer die, wenn man sich so umhört, einen guten Ruf haben. Einen davon hatte ich schon zu Besuch, sein Tip, ich soll mir einen Heilpraktiker suchen und versuchen mit Homöopathischen Mitteln dem Hund die Nervosität und Unsicherheit zu nehmen. Sollte das keine Besserung bringen werde ich mir halt doch mal anhören was der zweite zu der Sache meint. Höre mir alles gern an und ziehe mir alle nützlichen Infos von denen ich denke das sie zu mir und meinem Hund passen.Deshalb auch meine Frage hier im Forum.
Mir ist schon bekannt das es die Aufgabe vom Chef ist für Sicherheit zu sorgen. Sollte es wirklich eine Rangordnungssache sein, dann habe ich wohl den geduldigsten Rudelführer den es gibt, Was der mir alles erlaubt und durchgehen lässt
. Aber man hört ja zu oft das einem die Hundis nur in bestimmten Momenten zeigen wer wirklich die Hosen an hat. Ist aber laut Trainer nicht das Problem.Nochmal vielen Dank an Dich!
Ganz liebe Grüße
Nick
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AW: Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet#catid77
speziell hier http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/77-komplementaer-und-alternativmedizin-cam/646-homoeopathie
Du kannst, wenn du ehrlich gewillt bist, dafür Geld auszugeben, es auch mir überweisen. Würdest es einem guten zweck zuführen. ich bringe damit meine Hunde gut durch....
Ich denke nicht, daß es ein echtes Rangordnungsproblem ist. Ich denke, daß Dein Hund Dir nur in eben diesem Bereich nicht genug zutraut.
Schwierig ist, wenn man sozusagen immer mit denselben methoden etwas neues erreichen will. Im Grunde nicht möglich.
Daher brauchst du jemanden, der Dir einen neuen Weg zeigt. meist ist es nur ne Nuance, ncihts SChwerwiegendes.
sozusagen eine Kleinigkeit, die Euch aber weiterbringt....
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RE: AW: Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
Die Homöopathie wird immer wieder gerne sehr abschätzend gewertet. Die andere Seite ist allerdings, dass homöopathische Mittel zum einen nicht teuer sind - ich habe selbst das eine oder andere im Haus und verwende es für die ganze Familie - zum anderen es doch egal ist, wenn es wirklich nur ein Placeboeffekt ist. Ziel ist es, gesund zu werden. Wer diesen Effekt dazu braucht, der soll ihn auch bekommen!
Und dann lieber günstig homöopathisch als mit jeder Menge Chemie, die teuer ist und Nebenwirkungen hat.
Bei einem Tier sollte das Argument Placeboeffekt eigentlich nicht standhalten. Meine Hunde sprechen unterschiedlich darauf an. Das scheint also auch ein sehr individuelles Ding zu sein ;-) Aber da hat sich jeder seine eigenen Erfahrungswerte.
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RE: AW: Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
Ich sehe jeden Morgen die Sonne aufgehen.
Mittags seh ich sie über den Zenit wandern.
abends seh ich sie untergehen.
meine Erfahrung sagt mir, die Sonne dreht sich um die Erde. Ist es so?
und was ist das für ein Argment? Weils billiger ist (was noch zu beweisen wäre, für Milchzuckerkügelchen a la Liebesperlen)...
Gar nischt machen ist noch billiger.
Würdest du das auch empfehlen???
Und nun ja, wer auf Humbugmedizin schwört, der möge sein Geld dafür nutzen. Aber doch nicht Leuten mit einem echten Problem solche Ratschläge geben.
http://www.gwup.org/infos/themen/646-homoeopathie
Placebo hingegen ist die Fähigkeit, sich selbst zu heilen.
Begründe mal das ARgument, warum das bei Tieren nicht klappen sollte. Bei Eidechsen wächst sogar der Schwanz nach...
schon mal drüber nachgedacht, daß es bei denen vielleicht sogar besser klappen könnte?
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RE: AW: Scheinangriff bei Begegnung mit Artgenossen
Da war es üblich, den leib zu kasteien und zu quälen (das ist religiös begründet) - er hingegen empfahl bei Krankheit Ruhe und ERholung.
Es war üblich, mit der Dreck- und Ekelapotheke zu "behandeln" - er empfahl Sauberkeit und Frische Luft.
Aber von den eigentlichen Erregern der krankheiten verstand er nichts. Den Nachweis über verschiedene Bakterienarten (Tuberkulose und andere) hat erst Robert Koch (daher heißt dieses Institut in D nach ihm... Robert-Koch-Institut.... googlt halt) vor ca 200 Jahren erbracht.
Und medizinische Antibiotika gibts erst seit den 40er Jahren, war, glaub ich, ein Engländer (Flemming hieß er) - und anfangs war das so teuer, daß weiterhin viele Leute den eigentlich behandelbaren Krankheiten zum Opfer fielen.
Laßt Euch mal von Euren Großeltern erzählen, warum noch lange an öffentlichen Wasserhähnen ein Schild war "kein Trinkwasser".
Typhus ist eine tödliche Krankheit gewesen....
heutzutage hat man vielmehr das Problem, daß viele Erreger Resistenzen gegen die bekannten Antibiotika bilden. Das passiert auf ganz normalem evolutionären Weg - und durch die Dummheit der Anwender.
Denn wenn ein Antibiotikum vorzeitig abgesetzt wird, und noch einige wenige besonders widerstandsfähige Erreger überleben, vermehren die sich nicht einfach nur. Sie haben auch keine (schwächere, aber zahlreiche) Konkurrenz mehr und setzen sich somit durch.
und widerstandsfähiger heißt auch, besser angepaßt - an die Gegenmittel.
So züchtet der Mensch die Resistenzen.
Dummheit ist halt ungesund.
und der Mensch wird zwar unwissend geboren, aber dumm wird er dann erst gemacht. Tragisch eigentlich.
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