Theoretisch wusste ich zwar, dass sie ja trotzdem nicht geheilt ist und dass das irgendwann der Moment kommen wird, wos nimmer geht, aber irgendwie hab ich das erfolgreich verdrängt. Und nun gehts seit ein paar Tagen abwärts mit ihr. Sie frisst so gut wie gar nichts mehr, atmet ziemlich schwer und hat auch schon abgenommen.
Morgen will ich mit ihr zum Tierarzt. Ich hab Angst, dass ich das selber nicht richtig einschätze und weiß nicht, ob sie jetzt schon leidet und überhaupt. Das will ich natürlich nicht. Auf der anderen Seite denke ich mir immer - hätte ich damals schon auf die Tierärzte gehört, wäre sie jetzt nicht mehr am Leben. Alle hatten sie schon aufgegeben, dabei hat sie noch so schöne Monate verbringen können.
Ich hab so Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen. Weiß noch nicht mal, obs richtig ist, da morgen mit ihr hinzugehn.
Und vor allem weiß ich nicht, was ich mir aussuchen würde, wenn ich das könnte. So wie es mit ihr ist, wo man sich zwar "verabschieden" kann, aber es auch eine furchtbare Zeit ist und man sich andauernd denkt: das ist bestimmt das letzte Mal, dass wir hier kuscheln, dass ich sie im Arm halten kann.. Oder ob es besser ist, wenn man sich plötzlich damit abfinden müsste.. Ich weiß es wirklich nicht. Ist beides blöd.
So, das musste ich einfach mal loswerden. Hier hab ich zumindest die Hoffnung, dass mich jmd versteht. Ich hab so schreckliche Angst vor morgen! Was, wenn sie mir sagt, dass es keine Chance mehr gibt!? Soll ich das glauben? weiterkämpfen oder was soll ich denn bloß machen??







