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Katzen: Gesundheit

einfach nur verzweifelt

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  • Erstellt am: 28.10.2010 19:31
  • Beiträge: 5

28.10.2010
19:31

lonely07

lonely07

63 Beiträge

Mitglied seit: 3/2008

einfach nur verzweifelt

Hab vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben zu meiner Minnie, bei der FIP diagnostiziert wurde... Das hat mich zwar damals schon umgehaun, aber dank einer tollen Tier-HP haben wir sie seit Juni mit homöopathischen Mitteln wirklich stabil halten können. Sogar meine Eltern haben gestaunt als sie sie wieder gesehen haben und gemeint, das gibts doch gar nicht. Sie war fit, munter, hat teilweise sogar gefuttert wie ein Scheunendrescher und auch so hat man ihr nix angemerkt.

Theoretisch wusste ich zwar, dass sie ja trotzdem nicht geheilt ist und dass das irgendwann der Moment kommen wird, wos nimmer geht, aber irgendwie hab ich das erfolgreich verdrängt. Und nun gehts seit ein paar Tagen abwärts mit ihr. Sie frisst so gut wie gar nichts mehr, atmet ziemlich schwer und hat auch schon abgenommen.

Morgen will ich mit ihr zum Tierarzt. Ich hab Angst, dass ich das selber nicht richtig einschätze und weiß nicht, ob sie jetzt schon leidet und überhaupt. Das will ich natürlich nicht. Auf der anderen Seite denke ich mir immer - hätte ich damals schon auf die Tierärzte gehört, wäre sie jetzt nicht mehr am Leben. Alle hatten sie schon aufgegeben, dabei hat sie noch so schöne Monate verbringen können.

Ich hab so Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen. Weiß noch nicht mal, obs richtig ist, da morgen mit ihr hinzugehn.

Und vor allem weiß ich nicht, was ich mir aussuchen würde, wenn ich das könnte. So wie es mit ihr ist, wo man sich zwar "verabschieden" kann, aber es auch eine furchtbare Zeit ist und man sich andauernd denkt: das ist bestimmt das letzte Mal, dass wir hier kuscheln, dass ich sie im Arm halten kann.. Oder ob es besser ist, wenn man sich plötzlich damit abfinden müsste.. Ich weiß es wirklich nicht. Ist beides blöd.

So, das musste ich einfach mal loswerden. Hier hab ich zumindest die Hoffnung, dass mich jmd versteht. Ich hab so schreckliche Angst vor morgen! Was, wenn sie mir sagt, dass es keine Chance mehr gibt!? Soll ich das glauben? weiterkämpfen oder was soll ich denn bloß machen?? traurig

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29.10.2010
08:34

Rabe

Rabe

3320 Beiträge

Mitglied seit: 2/2002

RE: einfach nur verzweifelt

Homöopathisch?
Ich verstehe, daß man in der Verzweiflung zu jedem Strohhalm greift.
Daß es letztlich nur dem anbieter nützt, ist ein offenes Geheimnis.

Ich drücke Dir die Daumen, und wenn es zum Äußersten kommt, wünsche ichDir viel Mut.
Nicht nur trauern, daß man sie verliert - froh sein, daß man sie haben durfte. Wenigstens für enige Zeit. irgendwann müssen wir sie gehen lassen, alles andere wäre Quälerei.

Alles Gute!
Rrrr...

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01.11.2010
12:09

Blubberblaeschen

Blubberblaeschen

89 Beiträge

Mitglied seit: 4/2010

RE: einfach nur verzweifelt

ach Süße, ich habe befürchtet, dass dieser Beitrag von dir kommt...und nun isses passiert. Es tut mir sooo Leid!

Ich musste dieses Jahr schon beide Varianten erleben. Keine ist schön, oder besser! Bei der einen wird dir ein Brett vor den Kopf geknallt, bei der anderen musst du das Leiden mitansehen und kannst nicht helfen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass du es akzeptieren musst und du mit deiner Trauer klar kommen musst. Leben und Sterben gehört nunmal zusammen.

Ich würde den TA fragen. Er hat Erfahrung und kann die Zeichen besser deuten. Ich denke, ich selbst hätte nicht den Mut diese Entscheidung zu treffen.

Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft! Du wirst sie nie vergessen und deswegen wird sie ewig leben! Bin in Gedanken bei dir!

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01.11.2010
12:47

lonely07

lonely07

63 Beiträge

Mitglied seit: 3/2008

RE: einfach nur verzweifelt

Also das mit dem sich-freuen, dass man sie haben durfte und nicht so traurig sein, dass man sie hergeben muss.. Theoretisch seh ich das ja auch so. Aber die Umsetzung fällt halt schwer.. unglücklich

Die Tierärztin hat am Freitag geröngt und Wasser (bzw. diese blöde zähe Flüssigkeit) im Brustraum festgestellt. Sie hätte an sich zwar auch gleich zum Einschläfern geraten, hat sie mir dann aber von sich aus wieder mitgegeben und gemeint, sie hat noch keine Schmerzen, aber das mit dem rumröcheln/husten hängt eben mit der Atemnot zusammen.

Hab sie seitdem nicht aus den Augen gelassen und es war ein stündliches Auf und Ab. Gestern waren wir nachmittags noch draußen, sie hat sich in die Sonne gelegt und total glücklich und zufrieden ausgesehn. Bis dann wieder so ein Husten-Anfall kam und sie auch gejammert hat, als ich sie hochheben wollte. Also hab ich dann gestern abend schweren Herzens noch die Tierärztin angerufen, die zum Einschläfern kommen wollte.

Allerdings hat sie sich dann selbst über Minnies Zustand gewundert. Hat gemeint, sie ist ja noch so fit, ist auf der Couch rumgeturnt und hat natürlich auch versucht, vor ihr zu flüchten. Dann hat sie eine allerletzte Möglichkeit vorgeschlagen. Sie hat noch eine Spritze bekommen (glaube, Cortison!?) und jetzt bekommt sie noch in Tablettenform hochdosiert ein Diuretikum. Fressen tut sie heute auch wieder ein bisschen besser.

Ich hab solche Angst, irgendwas falsch zu machen. Gestern abend, das Warten auf die Tierärztin, das war alles so schlimm.
Jetzt fängt halt wieder dieses Auf und Ab an, das Hoffen und Bangen. Und ich hoffe nur, dass ich nicht zu früh und auch auf keinen Fall zu spät die richtige Entscheidung treffe.

@ Blubberblaesch: Das hört sich furchtbar an, wenn du dann dieses Jahr schon 2 Tiere verloren hast. Das tut mir leid! Wie ist das denn bei dir gewesen, wenn du doch schreibst, du hättest nicht den Mut, eine solche Entscheidung zu treffen?

Danke euch ganz sehr für die Wünsche und überhaupt alles..

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01.11.2010
18:33

Rabe

Rabe

3320 Beiträge

Mitglied seit: 2/2002

RE: einfach nur verzweifelt

Im Sturm der Gefühle wackelt alles so ziemlich, da ist es sinnvoll, den Kopf als Steuermann im dienst zu lassen.
Daß es jetzt zu sehr schmerzt, und man sich nicht über die guten Zeiten freuen kann - weil genau das einem gerade entgleitet - das ist normal.
laß dich nicht irre machen. bleib schön mit dem Kopf oben. Wenn du nach bestem Wissen und Gewissen handelst, bist du auf der sicheren seite.

Man MUSS sie einmal loslassen. Und wer weiß - vielleicht ist das ja die chance für eina andere Katz, die dann eine Planstelle bei Dir kriegen kann...

Ich habe bei jedem meiner Hunde bisher vermutlich zu lange gewartet, zu sehr gezögert. Sie haben es mir jedes mal deutlich gezeigt, daß es "nun aber!" zeit wird für die Entscheidung....
laß sie nicht leiden.

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